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Medienprojektzentren Offener Kanal
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Medienprojektzentren Offener Kanal
Ausgabe 1/2017 – 22. Februar 2017
Liebe Leserinnen und Leser,

 

herzlich willkommen zur ersten Ausgabe unseres neuen Newsletters. In regelmäßigen Abständen informieren wir Sie hier über die aktuellen Entwicklungen in den hessischen Medienprojektzentren Offener Kanal.

 

Mit besten Grüßen

 

Die Medienprojektzentren Offener Kanal in Hessen

Nachrichten aus den Medienprojektzentren

"Götterdämmerung" im MOK Gießen

MOK Gießen.

Sie sind 16 und 15 Jahre jung, gehen beide in die 9. Klasse der Liebigschule in Gießen und machen beide gerade ein 14-tägiges Praktikum im MOK Gießen: Mika Rau und Louis Battenfeld. Eigentlich bietet das MOK Gießen die schulischen Kurzzeitpraktika nur noch selten und in begründeten Ausnahmefällen an, denn die Nachfrage nach längerfristigen Praktika, denen Vorrang eingeräumt wird, ist einfach zu hoch.

 

Bei Mika und Louis wurde aber eine dieser seltenen Ausnahme gemacht. Mika ist schließlich schon seit über 2 Jahren aktiver Nutzer des Offenen Kanals und war bereits mehrfach mit interessanten Filmproduktionen aufgefallen. Deshalb hatten wir auch nicht nein gesagt, als er dann auch noch zusammen mit einem Kumpel zum Praktikum bei uns erschienen ist.

Beiden brauchten wir nicht mehr viel zu erklären und es war schnell klar, dass sie die Zeit nutzen wollen, um einen neuen Film zu produzieren. Die Idee zu dem Film „Götterdämmerung“ ist das „Ergebnis eines Gedankenexperimentes“ , wie Mika Rau die Motivation für sein neues Werk beschreibt. Aufbauend auf der These, dass Gott den Menschen in Wirklichkeit böse gesonnen ist und eines Tages die Welt zerstört, erzählt er die Geschichte eines jungen Mädchens, das die Apokalypse überlebt. Mehr wurde im Vorfeld jedoch nicht verraten.

Ein kleiner Übungsfilm, den die beiden in wenigen Tagen quasi „aus dem Ärmel schüttelten“ ließ jedoch bereits aufhorchen: Spannende Bilder, gelungene Kameraführung und eine perfekte Postproduktion in Schnitt und Ton sind mehr als vielversprechend. Wir dürfen also gespannt sein.

Natürlich wollen Mika und Louis später beide einmal beruflich bei Film und Fernsehen Fuß fassen. Unsere Einschätzung: Das könnte gut klappen!

3 Tage + 30 Kinder + 5 Betreuer = Quiz 4 Teens

MOK Fulda.

Eigentlich wollten die Schülerinnen und Schüler der Klasse 6c des Marianums in Fulda zum Jahresauftakt 2017 mit ihrer Lehrerin ein richtiges Fernsehstudio besuchen und sich dort ansehen, wie eine Quizshow aufgezeichnet wird. Dann fanden sie es aber doch viel interessanter, die Sendung gleich selbst zu produzieren.

 

Über einen Medienpädagogen der Firma filmreflex wurde Kontakt zum MOK Fulda aufgenommen und das Konzept erarbeitet. Betreut von drei Mitarbeitern und des MOK und zwei über Projektmittel der LPR Hessen finanzierte Medienpädagogen von filmreflex startete die Produktion.
Tag Eins begann mit einer Führung durch den OK und der Projektvorstellung. Nach einer kurzen Beispielaufzeichnung im Studio verteilten sich die Kinder auf eine Studio- und drei Videogruppen: Die Studiogruppe, in der auch die zwei Moderatoren der Sendung waren, machte sich an den Aufbau der Kulissen, verlegten die Kabel richtete das Licht ein, plante den Ablauf der Sendung und die Aufgaben der Studiokameras. Zwei Schüler waren zusammen mit dem Regisseur, einem Praktikanten des MOK, für Ton, Grafik und Einspieler in der Regie zuständig.

Die anderen Schüler verteilten sich auf drei Videogruppen: Jede bekam einen Kamerakurs und drehte am zweiten Tag für jeweils einen der Showkandidaten die Homestory, die später in die Sendung eingefügt wurde.

Am dritten Tage war Showtime. Jeder Teilnehmer – und Betreuer - hatte seine Aufgabe: von Kamera über Moderation und Kandidaten bis Ton und MAZ, Studiopublikum, Einheizer und Aufnahmeleiter. Fast unter Live-Bedingungen wurde aufgezeichnet. Erst im Anschluss wurden dann aber, genau wie bei richtigen Gameshows, die einzelnen Teile zur fertigen Sendung zusammengeschnitten: Musik, Videos und weitere Grafiken eingefügt und die ein oder andere Szene mit einem Lacher oder Buhruf aufgepeppt. Leider verhinderte ein Computerabsturz im letzten Moment den perfekten Abschluss des Projektes, so konnten sich die Kinder die komplette Sendung erst im Nachhinein zu Hause ansehen. Was bleibt sind eine Spitzenshow, die Erinnerung an enorm motivierte Schüler und jede Menge Praxiserfahrung für alle Teilnehmer.

 

Lost in communication: Offener Kanal zeigt interaktiven Rundgang durchs Museum

MOK Rhein-Main.

Sechs Schüler zwischen 13 und 15 Jahren der Paul-Hindemith-Schule in Frankfurt haben mit Unterstützung des Medienprojektzentrums Offener Kanal (MOK) Rhein-Main und der Museumspädagogik des Museums für Kommunikation Frankfurt einen interaktiven Parcours durch das Museum für Kommunikation Frankfurt entwickelt. Unter dem Titel „lost in communication“  beschäftigten sich die Jugendlichen mit den folgenden Fragen: Was bedeutet Kommunikation? Welche Formen von Kommunikation gibt es und kann man sie sammeln und ausstellen? Entstanden ist ein Theaterstück mit Videoclips, das durch das Museum führt.

 

„Der von den Schülern konzipierte Parcours führt an Orte und Exponate im Museum, die die Jugendlichen als besonders spannend wahrgenommen haben und an denen Kommunikation sichtbar wird. Bei diesem außergewöhnlichen Weg durch die Welt der Kommunikation ging es darum, eigene Wahrnehmungen und Sichtweisen einzubringen und das Museum auf unterhaltsame Weise kennenzulernen“, fasst Museumspädagogin Nina Voborsky zusammen. „Auf dem Weg von der Idee bis zu den fertigen Videoclips wurden die Schüler von uns medienpädagogisch begleitet. Sie erhielten Einblicke in die Drehbuch- und Kameraarbeit und wurden am Schnittplatz bei der Postproduktion unterstützt“, erklärt Nadine Tepe, Leiterin MOK Rhein-Main.

 

Das Projekt „lost in communication“ wurde im Rahmen der Förderung „Museum macht stark“ des Deutschen Museumsbundes und in Kooperation mit dem Museum für Kommunikation, der Jugendhilfe in der Paul-Hindemith-Schule und dem Medienprojektzentrum Offener Kanal (MOK) Rhein-Main umgesetzt. „Museum macht stark“ ist ein Aktionsprogramm für Kinder und Jugendliche im Rahmen der Initiative „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF).

 

Sechs bunte Fäden - Frankfurter Jugendliche drehen Film über die Textilherstellung

MOK Rhein-Main.

Neun Mädchen haben im Rahmen der Ausstellung „Der rote Faden“ im Weltkulturen Museum Frankfurt einen eigenen Film produziert. Unter dem Titel „Sechs bunte Fäden“ haben die Jugendlichen mit Unterstützung des Medienprojektzentrums Offener Kanal (MOK) Rhein-Main verschiedene Experten im Umgang mit Stoffen interviewt. Sie hinterfragten Aspekte moderner Textilindustrie, bekamen einen Einblick ins Stofflager und die Färberei der Städtischen Bühnen Frankfurt und erforschten Möglichkeiten der Wiederverwertung von Stoffen.

 

Die theoretische und praktische Arbeit mit den Schülerinnen wurde von der erfahrenen Medienpädagogin und Künstlerin Ani Schulze angeleitet. Das MOK Rhein-Main stellte das für das Projekt benötigte technische Equipment zur Verfügung. Weitere Projektpartner waren die Jugendhilfe der Deutschherrenschule und der Evangelische Verein für Jugendsozialarbeit in Frankfurt am Main.

 

Als eine Einrichtung der Hessischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (LPR Hessen) bietet das MOK Rhein-Main jedem Einwohner die Möglichkeit, eigene Fernsehbeiträge zu produzieren und zu verbreiten. Zudem ist die medienpädagogische Projektarbeit ein wesentlicher Bestandteil der Arbeit.

 

Safer Internet Day im Offenen Kanal Kassel

MOK Kassel.

Hochbetrieb herrschte am diesjährigen Safer Internet Day in den Räumlichkeiten des Offenen Kanals Kassel im Hauptbahnhof. Knapp 150 Eltern und Lehrkräfte waren gekommen, um sich über Chancen und Risiken im Netz zu informieren. Und sie bekamen viel Nützliches und Wissenswertes geboten.

 

Der Offene Kanal hatte in Kooperation mit dem Netzwerk Medienkompetenz zu diesem Aktionstag aufgerufen. An mehreren Info-und Mitmachständen erläuterten Experten u.a. der TU Darmstadt, der Kasseler Polizei, der Drogenhilfe Nordhessen sowie Mitarbeiter der LPR Hessen und des MOK Kassel wichtige Fragen zu den Themenschwerpunkten Cybermobbing und Phishing und beantworteten die zahlreichen Fragen der Eltern und LehrerInnen.

Auch der Themenabend im Bürgerfernsehen stand an diesem Tag ganz im Zeichen des Internets

 

      
Termine
Witz, komm raus - Praxisworkshop Filmkomödie
Egal ob Hot Shots!, Manche mögen´s heiß oder Forrest Gump, Slapstick oder Screwball Comedy – das Genre der Filmkomödie ist äußerst vielfältig und in seiner Umsetzung anspruchsvoll. Aber warum und worüber lacht der Zuschauer?

Der Workshop unternimmt zunächst einen Ausflug in die Geschichte des komischen Films und veranschaulicht Grundelemente der Komik. Danach werden die Teilnehmer angeleitet vor und hinter der Studiokamera eine eigene humorvolle Szene zu entwickeln. Das Ergebnis muss nicht perfekt sein – aber komisch!
Sa., 04.03.2017, 10.00 Uhr
MOK Kassel, Rainer-Dierichsplatz 1, 34117 Kassel
Lernen von den Profis: Das Spiel mit der Kamera – Camera Acting für Einsteiger
Schauspielen für den Film unterscheidet sich grundlegend vom Theaterspielen. Auf der Bühne muss die Distanz zum Publikum mit Stimme und Körpersprache überbrückt werden. Diese Arbeit nimmt im Film die Technik den Darstellern ab. Amateure vor der Kamera verhalten sich häufig unwillkürlich theatralisch. Das Ergebnis wirkt künstlich und übertrieben. Aber auch im Film kann der Zuschauer dem Schauspieler nicht in den Kopf schauen. Die darzustellenden Emotionen, Impulse und Stimmungen muss auch der Filmschauspieler körperlich abbilden. Ein gelungenes Ergebnis entsteht erst aus der Interaktion der Kameraleute mit den Schauspielern. Dieses Zusammenspiel wird im Workshop erarbeitet.
Mo., 06.03.2017, 10.00 Uhr
MOK Rhein-Main, Berliner Straße 175, 63067 Offenbach
MOK-Präsentation auf der Bildungsmesse fraMediale
Medienarbeit in Kita, Schule und Freizeit: Vorstellung von Möglichkeiten und Materialien für die medienpädagogische Arbeit mit Kindern, Jugendlichen sowie Multiplikatorinnen und Multiplikatoren.
Mi., 29.03.2017, 10.00 Uhr
Frankfurt University of Applied Sciences, Gebäude 4, Nibelungenplatz 1, 60318 Frankfurt am Main
Impressum: Hessische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (LPR Hessen), Wilhelmshöher Allee 262, 34131 Kassel, Telefon: (0561) 93 586 0, E-Mail: newsletter-medienprojektzentren@lpr-hessen.de.