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Ausgabe 1/2018 – 27. April 2018

Newsletter Ausgabe 1/2018 vom 27. April 2018    Medienprojektzentrum Offener Kanal Gießen: Demütigung, Depression, Dagegenhalten

Demütigung, Depression, Dagegenhalten

Medienprojektzentrum Offener Kanal Gießen: Demütigung, Depression, Dagegenhalten

MOK Gießen.

Mobbing ist ein Thema in vielen Büros, Schulen und Haushalten. Ob körperliche oder verbale Gewalt - Mobbing kann schwere Folgen haben. Die Schüler der sechsten Klasse der Gesamtschule Gießen Ost (GGO) produzierten deswegen ein spannendes Theaterstück zum Thema Mobbing. Film und Liveschaupiel wechselten sich in der Aula der GGO ab und boten den Zuschauern ein unterhaltsames und aufklärendes Erlebnis.

 

Laut der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) war jeder sechste 15 Jährige 2107 regelmäßig von Mobbing betroffen. Trotzdem ist es meist ein Randthema. Die Sechstklässler machten es sich zu ihrer Aufgabe darüber zu sprechen. Einige der Schüler erlebten Mobbing bereits am eigenen Leib.

 

In vier Gruppen schrieben die insgesamt 26 Kinder verschiedene Geschichten über Mobbing in unterschiedlichen Situationen. Beleidigungen auf dem Weg zur Schule oder im Sportunterricht, Streit in den Schulklassen oder Zuhause: Mobbing hat viele Dimensionen, das wollten die Gruppen mit ihrem Projekt zeigen.

 

Anfang März begannen die Dreh- und Produktionsarbeiten. Schauspielern, Filmen, Schneiden; hinter den ca. fünfminütigen Filmausschnitten steckt viel Arbeit. Die Teams lernten zunächst die Technik kennen, wobei der eine oder andere in seiner Rolle als Tontechniker oder Kameramann direkt aufblühte. „Nein, bitte nicht die Kamera ausmachen!“ Manche wollten gar nicht mehr von den Geräten lassen. Die Rollen waren schnell verteilt. Wer in der Schule vielleicht eher den Klassenclown mimt, nahm bei den Dreharbeiten nicht selten die Rolle als Chef ein. „Packt jetzt das Handy weg und konzentriert euch“ - Worte, die sonst nur selten aus dem Mund eines Zwölfjährigen kommen.

 

Viel Spaß hatten sie alle und die Faszination hielt die Kinder drei Tage lang gefesselt. Auch wenn nicht immer alles nach Plan lief. Einige Vorstellungen, waren sie auch noch so schön, mussten verworfen werden. Die Einsicht bei allen: So ein Film ist mehr Arbeit, als man denkt. Mit vielen neuen Erfahrungen, technischem Verständnis und einem ganz anderen Blick auf die eigenen Lieblingssendungen und Filme, verließen die elf bis zwölf-jährigen das MOK. Stolz auf ihre Leistung und mit mehr Feingefühl für den Umgang mit Medien.

 

Die Aufführung des Stücks fand am 22. März in der GGO statt. Die Filmsequenzen ergänzten die Geschichten der Theatercharaktere. Im Publikum saßen Schüler, Eltern und Lehrer, die emotional mitgingen.Traurige, betrübte, aber auch erleichterte Gesichter waren bei den Zuschauern zu erkennen.

Text: Bastron/MOK Gießen. Bild: MOK Gießen.

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