Newsletter
Medienprojektzentren Offener Kanal
Archiv aller Online-Ausgaben
Newsletter
Medienprojektzentren Offener Kanal
Ausgabe 2/2019 – 12. August 2019

Newsletter Ausgabe 2/2019 vom 12. August 2019    Medienprojektzentrum Offener Kanal Gießen: Präventiver Jugendmedienschutz in der Schule

Präventiver Jugendmedienschutz in der Schule

Medienprojektzentrum Offener Kanal Gießen: Präventiver Jugendmedienschutz in der Schule

MOK Gießen.

Längst besitzen fast alle Kinder über 10 Jahre ihr eigenes Smartphone. Was inzwischen normal, ja fast unverzichtbar erscheint, darf nicht über die Gefahren im Umgang mit den „neuen“ Medien hinwegtäuschen, die besonders auf die jüngsten Nutzer lauern.Eltern und Schule sind oft genug mit den Herausforderungen und Fragen, die sich daraus ergeben, überfordert. Das MOK Gießen bietet daher medienpädagogische Tage für die Schulen in Mittelhessen an, die genau hier ansetzen. 

Im Juni waren die Mitarbeiter des MOK -übrigens zum dritten Mal- in der Liebigschule in Gießen zu  Gast und betreuten an einem Vormittag die gesamte Jahrgangsstufe 5 mit ihren Angeboten zum Jugendmedienschutz.  Die insgesamt 150 Schülerinnen und Schüler wurden in Gruppen zu je 25 in jeweils 90-minütigen Einheiten zu aktuellen und wichtigen Themen rund um die Handy- und Internetnutzung geschult.

 

Dabei ging es z.B. um Rechtsfragen (Urheberrecht, Recht am eigenen Bild), um sinnvolle und sichere Recherche im Internet sowie  um Sinn oder Unsinn und Risiken von Computerspielen. Ein Anti-Mobbing-Workshop rundete das Angebot ab.

 

Ziel dabei ist es, den jungen Menschen auf interessante und eingängige Weise eine Selbstreflektion ihres Nutzungsverhalten zu ermöglichen, Risiken und Fallstricke zu erkennen und Anregungen für eine sinnvolle und sichere Mediennutzung zu geben.

 

Das MOK Gießen schließt damit eine Lücke zwischen Anspruch und Wirklichkeit, die in gewisser Weise paradox erscheint: Selten wurde in der öffentlichen Diskussion so viel über die Gefahren von Internet und Handy diskutiert und das „Einstiegsalter“ wird immer jünger. Gleichzeitig fehlen an den Schulen entsprechende Angebote und/oder technische Ausstattungen und die Lehrpläne lassen zudem wenig Raum für solche Themen.

 

Auch Eltern, selbst wenn sie ihren Erziehungsauftrag ernst nehmen, werden von den permanenten technischen Neuerungen, Angeboten und Möglichkeiten des Marktes hilflos überrannt. 

 

So bleibt der Nachwuchs oft genug sich selbst überlassen, in einer medialen Welt,  in der auch die meisten Erwachsene keine vollumfängliche Orientierung mehr haben. Da bei Kindern aber erlernte Schutzmechanismen und Erfahrungen fehlen, sind sie besonders gefährdet. Kein Wunder also, dass die Angebote des MOK Gießen gerne und oft in Anspruch genommen werden.

Text: Behle / MOK Gießen. Bild: MOK Gießen.

  Zurück zum Newsletter